Abschlussarbeit über die Verschlüsselung personenbezogener Informationen mit Preis ausgezeichnet
Aia Software verleiht Preise für interessanteste Bachelor- und Master-Abschlussarbeit
Nijmegen, 22 Februar 2010 – Aia Software hat am 19.02.2010 zum siebten Mal Preise verliehen für die besten Abschlussarbeiten von Studenten der Informatik und Informationswissenschaft der Radboud Universität Nijmegen. Der Master Award ist mit einem Preisgeld von € 4.000 und der Bachelor Award mit einem Preisgeld von € 1.000 dotiert. Die Abschlussarbeit „Between Types and Tables – Generic Mapping between Relational Databases and Data Structures in Clean“ von Bas Lijnse wurde mit dem Master Award ausgezeichnet. Für seine Abschlussarbeit „Database Encryptie Schema’s – Omgaan met privacy gevoelige informatie“ (Datenbank-Verschlüsselungsschemata – Umgang mit personenbezogenen Informationen) wurde Joost Koppers mit dem Bachelor Award ausgezeichnet. Die Jury bilden Dozenten der Fakultät Informatik und Informationswissenschaft der Radboud Universität Nijmegen und das Management von Aia Software.
Master Award
Der Master Award wurde Bas Lijnse für seine Untersuchung über die Integration von Datenbank- und Programmiersprache zuerkannt. „Zahlreiche große Softwaresysteme setzen sich aus zwei wichtigen Komponenten zusammen: der Datenbank und dem Programm. In der Praxis bedeutet dies einen Unterschied zwischen Sprachen zum Programmieren und Sprachen, um auf Datenbanken zuzugreifen. Um sinnvoll und effizient mit Datenbanken arbeiten zu können, müssen Programmierer Experten für beide Sprachen sein. Hinzu kommt das Problem, dass es durch die mangelnde Integration zwischen den Sprachen sehr schwierig ist, aus einer Programmiersprache heraus automatisch Fehler in SQL zu ermitteln und umgekehrt. Faktisch haben die beiden Sprachen keine Ahnung voneinander”, meint Bas Lijnse. In seiner Master-Abschlussarbeit „Between Types and Tables – Generic Mapping between Relational Databases and Data Structures in Clean“ hat er die Adressierung von Datenbanken aus Clean heraus untersucht. Clean ist eine funktionelle Programmiersprache, die an der Radboud Universität entwickelt wurde. Es ist Bas Lijnse gelungen, aus Clean heraus Daten zu lesen und zu schreiben, ohne dass der Programmierer über SQL-Kenntnisse verfügen muss und ohne dabei die wertvollen Eigenschaften funktioneller Sprachen einzubüßen.
Paul Dirven, CEO von Aia Software, zur Master-Abschlussarbeit: „Die Arbeit ist besonders gut und sorgfältig ausgeführt, aber auch inhaltlich äußerst relevant, weshalb sie mit dem Aia Award prämiert wurde. Diese Abschlussarbeit liefert einen Beitrag zur Lösung eines Problems, mit dem nahezu alle Programmierer täglich zu kämpfen haben. Kurz gesagt, ein ansprechendes Thema und ein ansprechendes Ergebnis.”
Bachelor Award
In seiner Abschlussarbeit „Database Encryptie Schema’s – Omgaan met privacy gevoelige informatie“ adressiert Joost Koppers ein aktuelles Problem, nämlich den Zugriff auf Datenbanken durch Unbefugte. „Durch Anwendungsfehler kann es passieren, dass Unbefugte Zugang zu zugrunde liegenden Datenbanken erhalten“, sagt Joost Koppers. „Jemand, der sich über einen Umweg Zugang zur Datenbank verschafft, kann alle darin gespeicherten Daten lesen. Das kann große Probleme verursachen, wenn die Datenbank Geschäftsgeheimnisse oder sensible, personenbezogene Informationen wie beispielsweise medizinische Daten enthält.” Joost Koppers hat die sichere Speicherung von Daten untersucht. Er hat die Datenspeicherung einer Apotheken-Anwendung sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Sicht analysiert. Auf Basis seiner Nachforschungen über Datenbank-Verschlüsselung hat er sich dafür entschieden, ein bestimmtes Schema in der bestehenden Apotheken-Anwendung zu implementieren. Nach verschiedenen Tests hat er eine geeignete Möglichkeit gefunden, um Datenbank-Verschlüsselung auf optimale und effiziente Weise durchzuführen, ohne dass dabei Leistungseinbußen hingenommen werden müssen.
„Unter dem Aspekt der derzeitigen Diskussionen über die Einführung des „Elektronischen Patienten-Dossiers“ handelt es sich hier um eine gesellschaftlich äußerst relevante Anwendung”, meint Rinus Plasmeijer, Professor an der Fakultät Informatik und Informationswissenschaften und Vorsitzender der Jury. „Eine gut durchgeführte theoretische Untersuchung, optimal auf die Praxis angewendet: ein wohlverdienter Aia Bachelor Award für die interessanteste Abschlussarbeit.”
Über Aia Software
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